Die Eisenbahnstrecke Bitterfeld - Stumsdorf

Pressemeldung vom 01.09.2003


Sandersdorf wird ruhiger

Ortsumgehung ist seit Montag freigegeben

Mit dem Durchschneiden des obligatorischen Bandes wurde am Montagnachmittag des letzte 3,5 Kilometer lange Teilstück der B 183n freigegeben. Damit ist auch die Gemeinde Sandersdorf vom rollenden Durchgangsverkehr weitgehend befreit.

Gleichzeit, so die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesbauministeriums Iris Gleicke, sei mit der Fertigstellung der Straße ein wichtiger Lückenschluss zwischen der Autobahn und den Wirtschaftsunternehmen in Bitterfeld und Wolfen erfolgt. Gemeinsam mit Karl-Heinz Daehre, Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt, gab sie die Straße am Abzweig zur B 184 frei.
"Es ist besonders wichtig, dass man den innerörtlichen Verkehr in den Griff bekommt", erklärte die Staatssekretärin. Dies sei zum einen für die Infrastruktur der Städte und Gemeinden wichtig und zum anderen für die älteren Bürgen und für die Kinder. Schwerlastverkehr und endlose Blechlawinen in den Innenstädten gehörten dadurch der Vergangenheit an. Gleichzeit würden aber die Ortsumgehungen neue Impulse für die Wirtschaft bedeuten, so die Staatssekretärin. Das habe gerade für Firmen mit kontinuierlicher Belieferung und regelmäßigem Abtransport der Fertiggüter Bedeutung.
Das jetzt freigegebene Teilstück der Bundesstraße 183 gehört zu einem Gesamtvorhaben, das 1996 mit der Ortsumgehung Radegast begonnen wurde. Weiterführend wurde danach die Umgehung Zörbig, die Autobahnanschlussstelle Wolfen und zuletzt die Umgehung Sandersdorf gebaut.
Insgesamt 29,9 Millionen Euro wurden in den gesamten 17 Kilometer langen Streckenabschnitt investiert. Zahlreiche Brückenbauwerke mussten errichtet und Auflagen des Naturschutzes erfüllt werden, erklärte Minister Daehre. Erinnert sei außerdem an den kurzzeitigen Baustopp, als es um den Brückenbau über die so genannte Saftbahnstrecke ging.

"Gleichzeitig ist die Straßenfreigabe die Voraussetzung dafür, dass die neue Autobahnanschlussstelle Wolfen ihre volle Wirksamkeit erhält", erklärte Daehre. Damit bestehe nun wiederum auch die Möglichkeit, die alte Anschlussstelle Zörbig im Zuge der Erweiterung der A 9 zurückzubauen. Ende September werde die Stelle geschlossen, so Daehre weiter.
Zur feierlichen Straßenfreigabe waren auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft anwesend. Sie äußerten sich zufrieden mit dem neuen Bauwerk.

Mitteldeutsche Zeitung, Zörbig/MZmm. 02.09.2003

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