Wieder Leben auf der "Saftbahn"
Kesselwagen rollen auf Strecke zwischen Bitterfeld und Zörbig wieder
Auf der "Saftbahn-Strecke" zwischen Bitterfeld und Zörbig rollen jetzt weder Züge entlang.
Die ersten Kesselwagen mit Bioethanol sind mittlerweile von der Mitteldeutschen Bioenergie GmbH (MBE) im Zörbiger Gewerbegebiet "Thura Mark" aus auf die Reise gegangen.
Möglich wurde dies, weil die vom Familienunternehmen Sauter errichtete Anlage zur Erzeugung von Bioethanol von Anfang an so konzipiert war, dass sie per Bahn angefahren und auch problemlos versorgt werden kann.
Mehr als drei Jahre lang ruhte der Verkehr auf der alten "Saftbahn-Strecke". Erst hatte die Deutsche Bahn den Betrieb eingestellt, dann hatten private Betreiber Interesse an der Strecke angemeldet. Doch es geschah nichts Greifbares.
Die Stadt Zörbig hatte deshalb die Regie im kleinen Bahnspiel übernommen und eine eigene kommunale Infrastrukturgesellschaft ins Leben gerufen. Zwei Millionen Euro kostete die zwischenzeitlich notwendig gewordene Sanierung der Strecke, die demnächst auch in den Gewerbepark Heideloh führen könnte. Der liegt unmittelbar neben der Strecke, ist aber bisher bahntechnisch überhaupt nicht erschlossen.
Landkreis Journal, Informationsblatt Landkreis Bitterfeld, Ausgabe 8/2005, 26.08.2005