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Pressemeldung vom 18.02.2006


Solarboom strahlt aus auf Heideloh

Flächen für kleinere Ansiedler - Plan für Erweiterung des MicroTech-Parks

2005 war für den Zweckverband Gewerbepark Heideloh alles andere als ein ruhiges Jahr. Das Verbandsgebiet wuchs um den MicroTech-Park. Zudem wurde eine neue Verbandssatzung verabschiedet, die unter anderem die Einsetzung eines hauptamtlichen Verbandsgeschäftsführers vorsieht (MZ berichtete).
\"Die Gesetzeslage hätte durchaus auch andere Möglichkeiten zugelassen\", sagt der Sandersdorfer Bürgermeister Wolfgang Thiel, selbst Mitglied der Verbandsversammlung. Doch neue Dynamik bei spürbar gewachsenen Aufgaben wünschte nicht nur er. Auch die Vertreter aus Thalheim, Wolfen und Zörbig stimmten der Forderung nach einer Vollzeitkraft an der Spitze des Verbandes zu. Neuer Mann an der Spitze des Gewerbeparks ist seit 1. November 2005 der Wolfener Gerd Mennicke. 100 Tage als Geschäftsführer im Amt, weiß er, dass die Fülle der Aufgaben tatsächlich nur im Vollzeit-Job zu erledigen ist. \"Der Solarboom im MicroTech-Park fordert uns\", sagt er.
100 weitere Hektar werden derzeit planungsrechtlich bearbeitet, ein entsprechender Bebauungsplan soll noch im ersten Halbjahr rechtsverbindlich festgestellt sein.
Die Zeit drängt, immerhin wollen nach Aussagen Mennickes auf der Fläche Solarfirmen schon Ende 2006 mit dem Bau beginnen und die Grundlage für 2 000 weitere Arbeitsplätze schaffen. Das jedoch funktioniere nur, wenn die infrastrukturelle Erschließung des Areals über die Bühne gegangen sei. \"Keine leichte Aufgabe\", sagt er, \"aber machbar.\"
Der Zweckverband baut dabei auf die Kooperation mit externen Unternehmen, bindet Planer und Baufirmen, greift nicht selbst vordergründig ins Geschehen ein. \"Wir werden eine überschaubare Größe bleiben\", bestätigt Gerd Mennicke. Neben ihm wird es in absehbarer Zeit nur noch eine hauptamtliche Bürokraft geben. Wenig Personal für eine durchaus große Fläche.
Heideloh und MicroTech-Park zusammen, umfasst das Verbandsgebiet 500 Hektar Fläche. \"Fast die Hälfte des ChemieParks\", sagt Mennicke und kündigt an, trotz Boom in Thalheim das alte Verbandsgebiet nicht zu vernachlässigen. Man werde versuchen, dort kleinere Firmen der Solarbranche anzusiedeln. Bei durchschnittlich vier Hektar großen zusammenhängenden Flächen bleibe auch keine große Alternative. Interessant soll der Gewerbepark Heideloh aber auch durch einen Bahnanschluss werden. \"Wir arbeiten mit der Zörbiger Infrastrukturgesellschaft zusammen, die Sache sieht sehr positiv aus\", so der Geschäftsführer.

Mitteldeutsche Zeitung, Rödgen/MZ, Ulf Rostalsky, 18.02.2006

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