Die Eisenbahnstrecke Bitterfeld - Stumsdorf

Pressemeldung vom 30.07.2003


Busbetrieb fürchtet um den Anschluss

Zu spät informiert? - Firma: Busse werden fahren können

Die Bauarbeiten in der Zörbiger Lindenstraße werden um einen Tag verschoben und sollen erst am Donnerstag beginnen. Vor einem Wohnhaus-Neubau lässt der Abwasserzweckverband Raguhn-Zörbig einen Hausanschluss legen. Die ausführende Firma Bartz-Bau hatte deshalb eine dreitägige Vollsperrung beantragt - sehr zum Ärger des Regionalverkehrs Bitterfeld-Wolfen (RVB), der die Busse der Linie 416 dann auf Umwegen durch die Stadt schicken müsste. "Wir haben erst viel zu spät davon erfahren", schimpfte Betriebsleiter Hans-Jürgen Wolff am Dienstag.

Am Dienstagnachmittag verkündete Firmenchef Werner Bassen nach Rücksprache mit allen Beteiligten den Kompromiss: "Wir werden am Donnerstag erst einmal schauen, wie weit wir in die Straße reinmüssen." Wie der Zörbiger Bauamtsleiter Andreas Voß sagte, habe es von der in der Straßenmitte liegenden Leitung an dieser Stelle zu einem früheren Gebäude schon einen Hausanschluss gegeben. Es sei aber nicht klar, inwieweit der noch vorhanden ist. Möglicherweise sei eine Vollsperrung gar nicht nötig. Bassen ging davon sogar aus: "Die Busse werden wohl an der Baustelle vorbeifahren können."

Andernfalls würden Wolff zufolge in Stumsdorf die Zuganschlüsse nicht erreicht. "Wir müssten aus Richtung Bitterfeld außenrum über die Wilhelmstraße fahren, das würde uns sechs Minuten kosten."

Die Kritik von Wolff an zu spät erfolgter Information kann Bassen nicht teilen: "Wir haben am 15. Juli die Zustimmung zur Sperrung bekommen. Ich bin davon ausgegangen, dass das dem RVB zu dieser Zeit auch bekannt war." Voß sagte, der Antrag der Firma auf Sperrung sei mit einer Stellungnahme des Ordnungsamtes an eben jenem Tag an das Straßenverkehrsamt beim Kreis gefaxt worden. "Eine Woche früher wäre aber sicher sinnvoll gewesen", räumte er ein.

Mitteldeutsche Zeitung, Zörbig/MZasc. 30.07.2003

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