Pressemeldung vom 27.08.2026
Saftbahn: Bürgermeisterin Steffi Syska begleitet Streckenbefahrung und Testfahrt
Die mögliche Reaktivierung der sogenannten Saftbahn hat einen weiteren wichtigen Schritt genommen. Auf Einladung der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) nahm Bürger-meisterin Steffi Syska am 19. Juni 2026an einer Streckenbefahrung zwischen Bitterfeld, Zörbig und Stumsdorf teil. Der Termin knüpfte an die bisherigen Gespräche und Untersuchungen zur Zukunft der Bahnverbindung an.
Vor Ort kamen Vertreterinnen und Vertreter der NASA, der beteiligten Kommunen, der VCD-Kreisgruppe Anhalt-Bitterfeld sowie Infrastrukturministerin Lydia Hüskens zusammen. Auch das MDR-Fernsehen begleitete den Termin. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die alte Bahnverbindung künftig wieder einen konkreten Nutzen für Pendlerinnen und Pendler, Unter-nehmen sowie die Orte entlang der Strecke entfalten kann.
Grundlage für die weiteren Überlegungen ist die im Februar vorgestellte Machbarkeitsstudie. Demnach könnten rund 31.000 Menschen besser an das mitteldeutsche S-Bahn-Netz angebunden werden. Die Strecke soll insbesondere die Verbindung in Richtung Leipzig verbessern und damit die Mobilität in einer industriell geprägten
Region stärken. Geplant ist eine elektrifizierte Strecke, auf der Züge mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde fahren könnten. Erwartet werden täglich 550 bis 1.100 Reisende.
Die Kosten für die Reaktivierung werden auf rund 130 Millionen Euro geschätzt. Bis zu 90 Prozent davon könnten über Bundesmittel gefördert werden. Im Rahmen des Termins wurden mögliche Haltepunkte und die notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen entlang der Strecke betrachtet. Geprüft werden unter anderem Stationen am Chemiepark Bitterfeld, in Sandersdorf, Heideloh, Großzöberitz und Zörbig. Entscheidend ist dabei, dass die Haltepunkte zu heutigen Wegen und Bedürfnissen passen — etwa für den Weg zur Arbeit, den Anschluss an Bus und Rad oder die Weiterfahrt Richtung Leipzig und Bitterfeld. Für Sandersdorf-Brehna ist die Saftbahn ein wichtiges Zukunftsthema. Bürgermeisterin Steffi Syska bezeichnete die mögliche Reaktivierung als „absolutes Herzensprojekt“. Die Strecke könne einen spürbaren Mehrwert für Wohn- und Arbeitsqualität schaffen, besonders für Menschen, die nicht täglich auf das Auto angewiesen sein möchten.
Im Anschluss an die Gespräche ging es auf Testfahrt vom Chemiepark Bitterfeld bis nach Sandersdorf. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial in der Verbindung steckt, aber auch, welche Aufgaben noch vor den Projektverantwortlichen liegen. Bevor wieder regulär Züge rollen können, sind weitere Planungen, Genehmigungen und Abstimmungen notwendig. Unter anderem müssen mögliche Haltepunkte konkretisiert, Bahnübergänge modernisiert, Sicherungstechnik geplant und Fördermittel gesichert werden. Klar ist jedoch: Die Saftbahn ist kein Projekt für die Schublade mehr. Sie könnte künftig eine neue Verbindung für Pendlerinnen und Pendler, Betriebe und die gesamte Region werden.
Amtsblatt "Der Lindenstein, Stadt Sandersdorf-Brehna, Stefanie Rückauf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Stadtmarketing, Ausgabe 09.2026
